8. November 2011

Image by entertailion via Flickr
Endlich: Die Google+-Seiten für Unternehmen sind seit heute da! Damit gibt es nun eine Möglichkeit für Marken, Unternehmen und Selbstständige, sich des neuen, stetig wachsenden sozialen Netzes von Google+ anzuschließen. (Klar: Spice! ist schon da.
)
Dass Unternehmen auch auf Google+ gut daran tun, eine entsprechende Seite anzumelden anstatt einen Personenaccount zweckzuentfremden, versteht sich. Denn wie auf Facebook wird auch Google+ sicherlich bald verschiedene Möglichkeiten bieten, auf der Plattform zu werben und Kundendaten zu analyiseren. Noch sind diese Möglichkeiten nicht implementiert, Google, mit seiner geballten Expertise aus Analytics, AdWords und Insights, wird sich diese Chance sicher nicht entgehen lassen.
Bisher bieten die Unternehmensseiten von Google+, die man unter diesem Link anlegen kann, die folgenden Möglichkeiten:
- Wie auch bei privaten Seiten lassen sich Updates im Stream teilen, einschließlich Links, Bildern und Videos.
- Es lassen sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einbinden, die Inhalte der Seite aktualisieren und pflegen können.
- Kunden lassen sich in Kreise einbinden und so unternehmensseitig Updates verfolgen.
- Und natürlich kann auch von einer Seite aus ein Hangout, also ein offener Videochat, betreten und so direkter Kontakt zu den Fans gesucht werden.
Man darf gespannt sein, wann und in welcher Form die nächsten Änderungen auf Google+ Einzug halten werden. Sicher ist: Google wird sich die Chance, Unternehmen stärker in sein soziales Netzwerk einzubeziehen und damit an sich zu binden, sicher nicht entgehen.
20. Oktober 2011

Image by _Max-B via Flickr
Facebook ist, richtig eingesetzt, ein wichtiges, nachhaltiges Werkzeug, das eigene Unternehmen am Markt zu etablieren, Kontakt mit seinen Kunden und Kundinnen zu halten und ganz nebenbei neue Impulse und Ideen zu gewinnen.
Weit weniger sinnvoll ist es hingegen, für sein Unternehmen einen Facebook-Account anzulegen, als handle es sich dabei um eine reale Person, ohne die auf die Facebook-Seiten zurückzugreifen. Dabei ist es egal, ob man den eigenen, privaten Personenaccount mit seinem Firmenaccount vermischt und sowohl private Nachrichten als auch Werbung postet, oder ob gleich der Unternehmensname in einen fiktiven Vor- und Nachnamen aufgeteilt wird (wie z.B. Vorname “Der Bootshaus” Nachname “Verlag”).
Ich sehe immer wieder beruflich genutzte Personenaccounts auf Facebook. Manchmal sind es Relikte aus der Zeit, als Facebook Seiten für Unternehmen noch nicht ausreichend unterstützte. Oft entstanden sie aber aus Unwissenheit oder Unsicherheit darüber, wie man auf Facebook Seiten erstellt, welche Konsequenzen das hat, ob Facebook-Seiten für Unternehmen etwas kosten etc. (Tun sie übrigens nicht, das nur nebenbei.)
Doch Facebook als Unternehmen auf dem Wege eines Personenaccounts zu nutzen hat drei sehr unerwünschte Folgen:
- Wenn man Facebook im gleichen Profil privat und geschäftlich nutzt, verschwimmt die Grenze zwischen diesen Bereichen. Insbesondere für Freunde und Fans, die nicht so recht wissen, was sie mit den nicht direkt an sie gerichteten Aussagen anfangen sollen. Soll ich als Freundin von Bettina Baum die Werbung für ihre Maßschneiderei gut finden? Vielleicht kann ich mir das ja gar nicht leisten – oder gehöre aus einem anderen Grund nicht zu ihrer Zielgruppe! Und als Fan von “Der Bootshaus Verlag” möchte ich nicht wissen, dass Kai Müller, der Marketingverantwortliche, gerade am Flughafen Frankfurt angekommen ist und dort gerade ein Fischbrötchen isst.
Im Zweifelsfall kündige ich die Facebook-Freundschaft und bin nicht weiter Fan. Und das ist nicht im Sinne des Erfinders…
- Menschen könnten sich durch unaufgeforderte Werbung in Statusmeldungen gestört fühlen. Und das dürfen sie auch! Statusmeldungen sind kein Ort für plumpe Werbung, ganz besonders nicht, wenn die Statusmeldung von einem Personenaccount herrührt.
Ernsthafte Folgen kann so verbreitete Werbung außerdem haben: Wie auf Gründerszene.de zu lesen ist, ist Werbung in Social Media nicht ohne explizite Einwilligung erlaubt. Einer Fanpage beizutreten kann man noch als solche Einwilligung verstehen, aber keinesfalls eine Freundschaft mit einer Facebook-Person!
- Personenseiten können nicht mit Hilfe von Anzeigen beworben werden. Simple as that.
Das Fazit kann nur sein: Will man Facebook beruflich nutzen, sollte auf jeden Fall auf die dafür vorgesehenen Funktionalitäten zurückgegriffen werden.
Was aber tun, wenn der gefährliche Pfad bereits beschritten ist? Es hilft alles nichts, auch wenn man schon ein paar Freunde-Fans oder Fan-Freunde gewonnen hat, eine saubere Trennung muss her. Am einfachsten ist das bei einem Facebook-Account unter realem Namen, der hin und wieder mit Werbung versorgt wurde. Eine Facebook-Seite für Unternehmen, Personen des öffentlichen Interesses oder Gemeinschaften lassen sich auf dieser Seite in wenigen Klicks erstellen. Der ursprüngliche private Account kann privat weitergeführt werden.
Ein bisschen schwieriger wird es, wenn ein fiktiver Name verwendet wurde wie oben genannter (übrigens frei erfundener) “Der Bootshaus Verlag”. Am Sinnvollsten erscheint mir hier der klare Schnitt: Den Account löschen und sich mit einem privaten Account, plus, im zweiten Schritt, mit zusätzlicher Seite, anmelden.
Und natürlich sollte man mit diesem Schritt offen umgehen, klar kommunizieren, was mit den Accounts passiert und warum. Facebook-Fans und Facebook-Freunde werden es danken!
20. September 2011

Image by digitalrob70 via Flickr
“Lohnt es sich für mich, ein Blog zu betreiben?” Das ist eine der häufigsten Fragen, die Kundinnen und Kunden mir stellen. Und: Es ist eine sehr gute Frage.
Um sie zu beantworten, lohnt es sich, ein wenig in die Tiefe zu gehen, was ich in den folgenden Zeilen gerne tue.
Was sollte man als Blogger mitbringen?
Grundsätzlich ist die Fähigkeit, ansprechende Texte schreiben zu können und idealerweise auch interessante Bilder zu machen, ein immenser Vorteil. Ohne wenigstens eine dieser Fertigkeiten wird es zumindest schwer, selbst Inhalte zu produzieren. Es bleibt noch, Inhalte anderer zu sammeln und mit deren Erlaubnis zu recyceln. Diese Art des Bloggens ist allerdings um einiges weniger attraktiv als selbst geschaffene Inhalte.
Wenn man dann auch noch Spaß daran hat, interessante Texte zu schreiben, Fotos oder Grafiken zu machen, ist viel gewonnen.
Neben diesen grundsätzlichen Fähigkeiten ist auch ein ganz kleines Bisschen Technikverständnis nützlich, gerade so viel, um die Blogsoftware aktuell zu halten, zu wissen, wie man Bilder mithilfe eines WYSIWYG-Editors in einen Beitrag einbindet oder Kommentare als Spam markiert.
Wer soll mein Blog lesen?

Image by dav via Flickr
Beim Bloggen ist das Wissen, für wen man schreibt, schon die halbe Miete. Bloggen als Selbstzweck ist zwar eine schöne Sache, um persönliche Fortschritte festzuhalten, für Selbstständige und Unternehmer aber keine Option. Zu wissen, wer die eigene Zielgruppe ist und wie sie angesprochen werden will, ist elementar wichtig.
Blogs können ihre Leserschaft aus unterschiedlichen Quellen beziehen. Einerseits gibt es diejenigen, die über Suchmaschinen zu bestimmten Artikeln finden. Bei gut vernetzten und regelmäßig gepflegten Blogs stellen sie sicher die größte Gruppe dar. Daneben gibt es aber auch die, die das Blog in irgendeiner Weise abonniert haben. Dienste dazu gibt es zuhauf, zumal auch soziale Netzwerke wie Facebook können als eine Art Abo-Dienst verwendet werden. Entsprechend sollten auch die Blogartikel gestaltet sein: Einerseits mit interessanten Beiträgen, die potenzielle Kundschaft auf das Geschäft aufmerksam macht. Andererseits sollten auch für Stammleser immer wieder neue, spannende Informationen dabei sein.
Das führt uns direkt zum nächsten Punkt:
Welche Beiträge sind für mein Blog interessant?
Jeder Blogbeitrag sollte Informationen liefern, die für die Zielgruppe unmittelbar verwendbar und nützlich sind. Dass das von der jeweiligen Zielgruppe abhängt, versteht sich von selbst. So könnte sich die Leserschaft eines Fotoatelier-Blogs, das seinen Schwerpunkt auf historisch anmutende Fotos legt, für besondere Locations oder neu erworbene Requisiten interessieren. Die Leserschaft des Blogs einer Ballettschule interessiert sich dagegen vermutlich für das Kursangebot, Fotos und Videos von Auftritten oder Interviews mit den Tanzlehrern und Tanzlehrerinnen.
Eine eindeutige Antwort existiert also nicht. Aber es gibt Möglichkeiten, herauszufinden, welche Artikel besonders gut ankommen: Artikel, die besonders häufig aufgerufen werden, spürt man mit einer Webseiten-Analysesoftware leicht auf. Und auch wenn Artikel häufig in sozialen Netzwerken weiterempfohlen oder kommentiert werden, zeigt das klar, dass der Nerv der Zielgruppe getroffen wurde. Behält man diese Entwicklungen im Auge, kann man mit der Zeit lernen, gute Beiträge für seine Zielgruppe zu schreiben.
Wie viel Aufwand bedeutet es, ein Blog zu führen?
Diese Frage ist einfach zu beantworten: Es kommt darauf an. Auf die Regelmäßigkeit, in der gebloggt wird, zum Beispiel. Auf die Art und die Qualität der Beiträge. Ist Recherche nötig? Das bedeutet gewöhnlich, dass mehr Zeit investiert werden muss. Möchte man selbst Fotos und Illustrationen beisteuern? Auch hier wächst der Arbeitsaufwand. Aber eigene Inhalte haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind nur auf dem eigenen Blog zu finden! Einzigartige Beiträge mit einzigartigen Inhalten sind Gold wert, denn sie erhöhen grundsätzlich die Chance, im WWW überhaupt gefunden zu werden. Wer dann noch sinnvolle Suchmaschinenoptimierung betreibt, hat schon viel richtig gemacht.
Sind die Ziele kleiner gesteckt, kann es auch ausreichen, kurze Beiträge zu verfassen, um z.B. auf interessante Artikel in Partnerblogs hinzuweisen, die auch für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten. Hier ist der Aufwand kleiner, der Gewinn allerdings auch.
Als Faustregel kann man sagen, dass ein Blog mindestens alle zwei Wochen, besser mindestens wöchentlich aktualisiert werden sollte, um mit der Zeit eine eigene Leserschaft aufzubauen. Ein gut geschriebener, gut recherchierter Blogartikel benötigt mindestens zwei Stunden, im Schnitt wohl eher vier bis fünf.
Also: Für wen lohnt sich ein Blog?
Wer gerne schreibt oder Fotos macht, der Welt etwas Spannendes über das eigene Geschäft zu erzählen hat, die Zielgruppe immer im Auge behalten möchte und bereit ist, ein wenig Zeit zu investieren, für den ist ein eigenes Unternehmensblog in jedem Fall ein Gewinn.
24. August 2011

Facebook bietet schöne Statistiken. Aber was bringen die?
Facebook, Twitter, Blogs, Communitys – inzwischen haben die meisten Marketingverantwortlichen verstanden, dass sie gekommen sind, um zu bleiben. Und dass man sie lieber vernünftig nutzen sollte, will man nicht riskieren, den Kontakt zu seinen Kunden zu verlieren oder vom Wettbewerb abgehängt zu werden.
Dem Marketing ist die Erfolgsüberprüfung wichtig. Nur: Wie misst man den Erfolg in Social-Media-Kanälen?
ROI oder nicht ROI?
Der Wunsch nach einer verlässlichen Kenngröße, einem Social-Media-ROI, taucht dabei regelmäßig auf. Denn im Idealfall sollten sich Investitionen ins Marketing messbar auszahlen, sollten belastbare und überprüfbare Veränderungen im Absatz, Umsatz oder im Meinungsbild bewirken. Der Input soll Output bringen! Die Kennzahl der Investition soll sich in einer weiteren Kennzahl manifestieren – und frei nach dem psychologischen Prinzip der Black Box ist dem Marketing dabei zunächst einmal gleichgültig, wie genau der Zusammenhang zwischen den beiden Elementen zustande kommt. Ob es die einfache Salienz, also die Präsentheit eines Reizes ist, die den Kauf eines Produktes wahrscheinlicher macht. Oder ob eine Marketingmaßnahme die Einstellung zu einem Produkt oder einer Dienstleistung nachhaltig verändert.
Doch es stellt sich schnell die Frage: Wie soll man dieses “Return on Investment” im Internet generell und im Speziellen in sozialen Netzwerken messen? Es gibt immerhin verschiedene Werte, die sich als statistische Kennzahlen mühelos heranziehen ließen, die immer unterschiedliches bedeuten.
Nehmen wir Facebook als Beispiel mit der “wöchentliche Aktualisierung für deine Facebook-Seite”. Die wöchentliche Infomail von Facebook beinhaltet alleine acht Zahlen: die Zahl der monatlich aktiven Nutzer mit deren Veränderung zur letzten Woche, die Zahl der Fans mit Veränderung zur letzten Woche, die Anzahl der Pinnwandeinträge und die Besuche auf der Facebook-Seite – wieder jeweils mit Veränderung zur vergangenen Woche.
Aber was bedeuten die Zahlen? Ist es besser, viele Fans zu haben, auch, wenn die eher still sind und wenig mit der Seite interagieren? Oder ist eine feste, kleine Gruppe sehr aktiver Fans besser? Wie wichtig sind die Besuche auf der Seite?
Die Strategie bestimmt die Bewertung!
Regelmäßige Leserinnen und Leser meines Blogs können die dräuende Antwort schon ahnen: Es gibt keine allgemeingültige Antwort, wohl aber Hinweise, für wen welche dieser Zahlen zur Überprüfung seiner Aktionengeeignet sind. Denn Aktionen im Bereich Social Media können verschiedenste Ziele haben, von dem einfachen Wunsch nach mehr direktem Kundenkontakt über Marktforschung für die Westentasche, Verbreitung von Werbung für die Geschäftsidee und lokales Marketing bis hin zu Social Commerce, Crowdsourcing und Co.
Es ist nur logisch, dass die gewählte Strategie auch die Erfolgsmessung beeinflussen muss. Anhand der beiden wohl verbreitetsten Ziele “mehr Reichweite” und “mehr Interaktion” möchte ich kurz erläutern, welche der Kennzahlen sich zur Erfolgsmessung eignen und was sie aussagen.
Ziel: Mehr Reichweite
Folgt man in Social Media einer Reichweitenstrategie, gewinnt ein Cocktail aus Kennwerten an Relevanz: Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ist sicherlich als die Wichtigste anzusehen, denn sie bildet ab, inwiefern nicht nur ein Mal ein Like-Button geklickt wurde, sondern eine tatsächlich gepflegte Beziehung zwischen Seite und Fan besteht. Facebook selbst erklärt die monatlich aktiven Nutzer so:
Anzahl der Personen, die mit deiner Seite oder dessen Beiträgen interagiert oder diese aufgerufen haben. Dazu zählen Interaktionen von Fans und Nicht-Fans.
Aber auch die Zahl der Pinnwandeinträge und Kommentare ist nicht irrelevant. Kurz: Sich auf nur eine der Zahlen zu beschränken wäre unsinnig, die Mischung macht’s.
Ziel: Mehr Interaktion
Ist das Hauptziel der Strategie, die Interaktion anzukurbeln, zählt weniger die Masse als die Klasse. Hier sollte die Kennzahl “Pinnwandeinträge oder Kommentare” beachtet werden sowie die “Zahl der monatlich aktiven Nutzer”. Und in besonderem Maße: die Inhalte der Beiträge! Interaktion ist schön und gut, doch ohne ein Augenmerk auf Qualität kann sich die eigene Facebook-Seite unter Umständen zu einem Anlaufpunkt für Linkspammer entwickeln.
Einfach nur die Interaktionen zu zählen ist hier also keine zielführende Strategie! Und es zeigt sich: Allein durch Zahlen lässt sich die (gewollte) Komplexität der Beziehungen in sozialen Netzwerken nicht hinreichend abbilden.
Nackte Zahlen sind zwar ein guter Anhaltspunkt, ermöglichen aber keine erschöpfenden Einblicke in die Art und Intensität der Beziehungen.
1. August 2011

Image by daniel_iversen via Flickr
Welches soziale Netzwerk darf’s sein?
Eine Facebookseite? Ein Twitter-Konto für das Unternehmen? Ein Google+-Businessaccount? Eine Firmenpräsenz bei StudiVZ? Als zahlendes Mitglied Werbepartner in einer Forencommunity sein? Sollte ich mich bei Qype anmelden, bei Foursquare, Gowalla oder Britekite? Und brauche ich eigentlich ein Profil bei Google Places? Flickr, Picasa oder Deviantart?
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich und das eigene Unternehmen im Internet und in den sozialen Netzwerken zu präsentieren und zu positionieren. Niemand hat die Zeit und die Kraft, alle möglichen Kanäle abzudecken und sich in ihnen sinnvoll zu präsentieren. Doch wie soll man aus der Flut von Anbietern denjenigen finden, die für den speziellen Fall lohnend sind?
Fünf Schritte zum Web2.0-Erfolg
Die folgenden fünf Leitfragen helfen dabei, die eigenen Potenziale und Möglichkeiten einzuschätzen – und so eine sinnvolle Auswahl zu treffen.
1. Was biete ich, was keiner hat?
Die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal ist immer ein starker Hinweis auf mögliche Entwicklungsrichtungen. Eine Herstellerin von handgefertigten Lichtskulpturen aus recyceltem Material hat es da natürlich leichter als ein Feld-Wald-und-Wiesen-Steuerberater. Dennoch lohnt es auch in diesem Fall, die Frage zu stellen: Was wird an mir und meiner Dienstleistung besonders geschätzt? Sind es meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten? Ist es meine Geradlinigkeit, Direktheit? Ist es meine Kreativität oder mein couragierter Umgang mit kompromisslos hochwertigen Materialien?
Alternativ kann man sich natürlich auch ansehen, wo sich der Wettbewerb aufhält – aber ich rate von diesem Vorgehen eher ab. Nur, weil es für Steuerberater Schmitt gut ist, auf Xing zu sein, muss das auf Steuerberaterin Schröder nicht zutreffen.
2. Wo kann ich meine Qualitäten optimal präsentieren?
Facebook ist nicht gleich Google+, und Twitter ist nicht Tumblr. So weit, so klar.
Wenn erst einmal klar ist, welche Qualitäten besonders wichtig und relevant für die Kundschaft sind, sollte man die sozialen Netzwerke näher betrachten. Hier muss gründlich recherchiert werden. Facebook und Twitter unterscheiden sich gewaltig, was die Art der Kommunikation ausmacht – während in Twitter eher themen- und interessensbasierte Netzwerke entstehen, ist Facebook ein Freundschaftsnetzwerk, bei dem zwischenmenschliche Beziehungen und der Austausch darüber zentral sind. Diese Faktoren sollten berücksichtigt werden, wenn es um die Wahl des “richtigen” Netzwerkes geht.
3. Wo ist meine Zielgruppe?
Eine absolut zentrale Frage! Auch wenn ich meine Dienstleistung oder mein Produkt noch so perfekt im social Media-Dienst X präsentieren kann – so lange meine Zielgruppe nicht dort ist, ist das Einstellen von Informationen dort sinnfrei. Sie verpufft quasi im zielgruppenleeren Raum.
Es gibt eine sehr einfache Methode, herauszufinden, wo sich die eigene Zielgruppe im Internet aufhält und welche Dienste sie schätzen würde: Man kann sie fragen! Das hat nebenher den sympathischen Effekt, bestehenden Kunden und Kundinnen zu zeigen, dass man sich für sie interessiert.
4. Was bin ich bereit zu investieren?
Auch für soziale Netzwerke gilt: Die eigene Zeit ist kein unendlich vorhandenes Gut, also gilt es, mit ihr zu haushalten. Was kann ich investieren? Bin ich bereit, regelmäßig meine Facebookseite zu pflegen, Blogartikel zu schreiben oder Userbewertungen auf Qype zu beantworten?
Ein Beispiel: Twitter-Follower wollen bespaßt werden. Nur eine Meldung am Tag reicht da oft bei weitem nicht, das Grundrauschen ist bei Twitter enorm. Die Tweet-Frequenz von erfolgreichen Twitterern wird zwischen 5 und 50 Tweets am Tag angegeben, und man kann sogar berechnen, wie häufig man tweeten muss, um bei seinen Followern stets präsent zu sein.
Blogbeiträge auf der anderen Seite kommen mit einem Beitrag pro Tag bis einem pro Woche gut aus. Allerdings kosten sie Zeit in Planung, Recherche und Umsetzung, sie sollten einigermaßen regelmäßig erfolgen und müssen dann noch verbreitet werden.
5. Wo will ich hin?
Die Wahl des sozialen Netzwerkes beeinflusst auch das Unternehmen, denn die Wahl der social Networking-Plattform färbt ab. Ein Anwalt, der bei Twitter aktiv ist, wird anders wahrgenommen als einer, der sich und sein Unternehmen auf einem eigenen Unternehmensblog präsentiert.
Und nicht zuletzt möchte niemand seine Zeit verschwenden, indem er eine Kabine auf einem sinkenden Schiff bucht. Spätestens hier helfen Experten und Expertinnen mit fachlichen Hintergrundwissen weiter, wenn es um die Frage geht, welches soziale Netzwerk überhaupt in drei Jahren noch existiert. Werden wir 2015 noch über Wer kennt Wen reden? Über SchülerVZ? Über MySpace?
Gerüstet mit den Antworten auf diese fünf Fragen gelingt es, die passenden Social-Media-Kanäle zu identifizieren.
12. Juli 2011

Image by Xavier Encinas via Flickr
Geschäftsessen sind eine feine Sache: Man kann sich bei gutem Essen angenehm über das Geschäftliche unterhalten. Und: Korrekt abgerechnet lassen sich satte 70% der Kosten abrechnen. Eine rundum gute Sache, wäre da nicht der Bewirtungsbeleg: Meist auf Thermopapier gedruckt verblasst er sehr schnell. Um zum Termin mit dem/der SteuerberaterIn dennoch alle Bewirtungsbelege vorweisen zu können, müssen sie oft mühsam kopiert und archiviert werden. Oder man fotografiert die Belege mit der Kamera ab, sucht dann das Datenkabel, überspielt die Fotos in den richtigen Ordner… Einfach ist anders.
Für Smartphone-Besitzer und -Besitzerinnen bietet Dropbox eine schöne und überaus einfache Alternative. Denn sowohl für Android als auch für iOS gibt es die Dropbox-App, mit der Fotos einfach und schnell in den Onlinespeicher hochgeladen werden können.
Denn Dropbox eignet sich nicht nur zur Datensicherung, sondern auch zur Synchronisierung zwischen mehreren Geräten. Für Bewirtungsbelege ist der Vorgang einfach: Foto machen, mit Hilfe der App im gewünschten Verzeichnis auf Dropbox hochladen, fertig! Wenn das nächste Mal der Rechner gestartet wird, auf dem Dropbox installiert ist, werden die Fotos automatisch heruntergelade.
Einfacher kann man seine Bewirtungsbelege wirklich nicht ablegen.
1. Juli 2011

Ein ausgewogener Social-Media-Mix ist einer Netzwerk-Monokultur fast in jedem Fall vorzuziehen. Doch wie kann man seine in unterschiedlichen Netzwerken verteilten Internetauftritte elegant miteinander verbinden, zum Beispiel mit Hilfe der E-Mail-Signatur?
Soziale Netzwerke helfen bei der Vernetzung, sie machen Personen und Unternehmen greifbar und steigern die Bekanntheit. Doch es gibt auch Nachteile: Es gibt häufig nicht das ultimative Social Network, in dem alle potenziellen Kunden und Kundinnen versammelt sind. Die Social-Media-Kanäle sind fragmentiert. Aufgrund unterschiedlicher Hintergründe, Interessen und sozialer Umfelder kann Ihre Zielgruppe sehr unterschiedliche Netzwerke nutzen. Vielleicht nutzen nur 30% Ihrer potenziellen KundInnen bisher XING, 60% sind bei Facebook angemeldet, 40% lesen Blogs und 10% nutzen Twitter aktiv. Sollten Sie sich auf nur eine Social-Media-Plattform beschränken? Sicher nicht!
Natürlich sollte man statt alles auf nur ein Pferd zu setzen, mehrgleisig fahren. Die verschiedenen sozialen Netzwerke bieten auch Unternehmen unterschiedliche Möglichkeiten, die sich gut ergänzen können, und am aktuellen Beispiel des gefallenen Riesen MySpace zeigt sich, dass es durchaus nicht ungefährlich ist, Web-Monokulturen zu pflegen.
Doch die Schwierigkeiten von mehreren Webpräsenzen zeigen sich spätestens da, wo man alle Präsenzen zusammenführen will. Bestes Beispiel: Die E-Mail-Signatur. Sie soll aufgeräumt und elegant aussehen, stets aktuell sein und alle wichtigen Kommunikationsschnittstellen aufzeigen. Die E-Mail-Signatur ist gerade für kleine Unternehmen ein wichtiges Aushängeschild! Doch wie pflegt man seine unterschiedlichen Internetpräsenzen ein? Schnell artet das Einfügen der unterschiedlichen Plattformen in eine Formatierungsschlacht aus.
Abhilfe schafft da WiseStamp, ein kleines, schlaues Tool, das im amerikanischen Raum schon weit verbreitet ist und auch hierzulande mehr und mehr Fans findet. Die Firmenseite (oder auch persönliche Seite) in einer Unmenge sozialer Netzwerke lässt sich durch ein kleines Icon platzsparend verlinken. Standardisierte Icons für die ausgewählten sozialen Netzwerke sorgen dafür, dass auch bei einer Vielzahl von Internetpräsenzen die Signatur aufgeräumt wirkt. Bei derzeit über 70 eingebundenen Diensten dürfte sich fast jedes gängige soziale Netzwerk wiederfinden. Zusätzlich gibt es die E-Mail-Apps, die aktuelle Inhalte aus den entsprechenden Netzwerken direkt in die Signatur einbinden können, und eine ganze Reihe von Vorlagen machen es leicht, die eigene Signatur zu erstellen.
Den Usern des Mail-Clients Thunderbird steht ein komfortables Plugin zur Verfügung, und auch diejenigen, die via Webmail E-Mails versenden gibt es für die Browser Firefox, Google Chrome, Safari und Rock Melt Plugins. An den entsprechenden Plugins für die Mailprogramme Outlook und Mac Mail wird zur Zeit noch gearbeitet.
27. Juni 2011

Image by Sean MacEntee via Flickr
Social Media wird von Unternehmen in Deutschland immer noch sträflich vernachlässigt. Wie Heise.de berichtet, fehle es an der grundlegenden Einsicht, dass das Internet generell und Social Media im Speziellen von stark wachsender Tragweite sind. Weiter berichtet die Studie, dass rund ein Drittel der Befragten das Internet für Preisvergleiche, Produktrecherchen, Testberichte und KundInnenmeinungen nutzten.
Auf der Suche nach Informationen über ein Unternehmen oder eine Dienstleistung ist die Firmenwebseite für über 90% der befragten Personen immer noch Anlaufstelle Nummer eins. Für 20% der Befragten ist die Unternehmensseite in sozialen Netzwerken relevante Informationsquelle.
Doch gerade hier, in Facebook und Co, tun sich die Unternehmen schwer. Sie scheinen die Spielregeln nicht zu kennen, und Unsicherheit macht sich breit.
Doch der Trend ist klar: In den Produktkategorien und Branchenzweigen Tourismus, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, Kameras, Computer und Co. ist ein besonders starker Zusammenhang zwischen online kundgetanen Meinungen und Bewertungen zu beobachten. Gerade bei den letzten fällt auf, dass hier eine besonders technikaffine Vorreiterwelle offenbar das Bild prägt. Es ist zu vermuten, dass ein ähnlicher Prozess einsetzt wie vor einigen Jahren: Damals hatte eine ähnliche Vorreiterwelle von technikaffinen early adopters schon sehr früh begonnen, YouTube zu nutzten, sich in sozialen Netzwerken zu verbinden und vor allen anderen Onlineshopping genutzt – Entwicklungen, die die breite Masse erst deutlich später nachvollzog.
Soziale Netzwerke werden für Unternehmen aller Voraussicht nach in Zukunft noch mehr an Relevanz gewinnen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Unternehmen darauf einstellen.
16. Juni 2011

Image by Kenn Wilson via Flickr
Im Reich der Suchmaschinenoptimierung geht ein Phantom um, und es verbreitet Angst. Es heißt Panda und ist ein Update des Suchmaschinen-Algorithmus von Google. Bei diesem Update, das in den nächsten Tagen oder Wochen auch in Deutschland ausgeliefert wird, werden Linkfarmen für die Berechnung des Google-Rankings stark herabgestuft.
Weshalb das so ist? Ganz einfach: Linkfarmen sind Internetseiten, die für nichts anderes gut sind als durch das Verlinken auf eine Seite X diese Seite X in den Suchmaschinenergebnissen hochzustufen. Standardmäßig geht der Algorithmus einer Suchmaschine davon aus, dass eine Seite, auf die häufig verwiesen wird, relevanter ist als eine, auf die weniger oft verlinkt wurde.
Doch im Falle von Linkfarmen ist diese Annahme logischerweise falsch, denn Linkfarmen nutzen sie als einen einfachen, aber wenig schönen Trick, um Seiten in den Suchergebnissen heraufzustufen. Nicht mehr der Inhalt ist wichtig, nicht mehr die Frage, ob eine Seite die Suchanfrage möglichst gut beantwortet – sondern zu einem großen Anteil, wie sehr die Verantwortlichen das Internet mit Linkfarmen zupflastern. Dass diese Seiten einerseits höchst unästhetisch sind und andererseits, und das ist das größte Ärgernis, dem suchenden Enduser oder der suchenden Enduserin nicht gerade helfen, indem sie die eigentlich relevanten Seiten verdrängen, macht das kommende Panda-Update zu einer sehr guten Nachricht für alle Suchenden im Web.
Doch wie soll man als AdministratorIn oder SuchmaschinenoptimiererIn auf dieses Update reagieren? Ganz einfach: indem man die Finger von Linkfarmen lässt. Seriöse AnbieterInnen von Suchmaschinenoptimierung bedienen sich dieser unfeinen Methode ohnehin nicht. Ohnehin kann man davon ausgehen, dass im Laufe der Zeit die Algorithmen der großen Suchmaschinen, sei es Google, Bing oder ein anderer Anbieter, immer besser darin werden, für echte Menschen relevante Ergebnisse von den irrelevanten, künstlich gepushten zu unterscheiden. Und daher besteht für diejenigen, die von jeher dem Grundsatz “Content ist König” folgen, auch überhaupt kein Grund zur Sorge. Nicht für Panda, und nicht für zukünftige Updates bei Google.
7. Juni 2011

Image by sitmonkeysupreme via Flickr
Facebook-Fanpages spielen eine wichtige Rolle für Unternehmen. Kleine Unternehmen profitieren ebenso von ihr wie die etablierten Branchenkönige. Doch wie schafft man es, eine gute Fanpage zu erstellen, ohne von einem Fettnapf in den nächsten zu stolpern?
Ganz einfach: Indem man diese fünf fatalen Facebook-Fehler vermeidet:
5. Facebook-Fans kaufen
Kaum zu glauben, aber offenbar gibt es einen Markt für Facebook-Likes. Ein paar Euro springen lassen und schwupp, schon hat man eine kleine Horde an stetig nickenden Wackeldackeln, die bereitwillig ihr Gesicht hinhalten. Ich verzichte an dieser Stelle auf die Links zu den zwielichtigen Seiten, die derartige Angebote führen.
Facebook-Hype hin oder her – es gibt keinen vernünftigen Grund, auf diese Weise seine Fanzahlen künstlich zu erhöhen. Hinterfragt man den Sinn einer solchen Aktion, stößt man sehr schnell darauf, dass sie gänzlich sinnlos ist. Ziel einer Facebook-Seite sollte es sein, mit seinen Fans, seinen Kunden und Kundinnen oder generell seiner Zielgruppe in Kontakt zu kommen. Weitere Ziele sind die Erhöhung der Sichtbarkeit für das eigene Unternehmen und die Präsentation des Unternehmens als Marke. Es drängt sich die Frage auf: Wie können hier erkaufte Fans helfen? Facebook-Fans, die gekauft wurden, haben kein echtes Interesse an der Marke oder dem Unternehmen. Sie werden sicher keine Beiträge mit ihrem Freundesnetzwerk teilen. Sie gehören ja aller Wahrscheinlichkeit nach nicht einmal zur eigentlichen Zielgruppe!
Doch offenbar glauben einige UnternehmerInnen, dass sie sich Fans kaufen können. Sie zeigen stolz auf die große schwarze Zahl, verweisen auf die tausende “Fans”, die sie schon eingesammelt haben – und schießen dabei komplett am Ziel vorbei.

Image by makeitgreat via Flickr
4. Unklar bleiben
Auf Facebook teasern, Neuigkeiten ankündigen, “Infos leaken” – und dann nicht abliefern? Ja, das soll vorkommen, und zwar öfter als man denkt. Jüngst so gesehen bei einem mittelständischen Elektronikversand, dessen Fans seit einer geschlagenen Woche auf die neue Lieferung eines brandneuen Handys warteten und Facebook als schnelles und unkompliziertes Kommunikationsmittel zum Unternehmen wahrnahmen. Das glorreiche Statusupdate des Versandes: “Es gibt Neuigkeiten zu [Handy]!” Und danach: stundenlange Funkstille.
Die Facebook-Gemeinde redete sich währenddessen in den Kommentaren zur Ankündigung in Rage: Was könnte die Neuigkeit sein? War das Handy endlich versandbereit? Oder gab es erneut Lieferschwierigkeiten? Und, falls es ankommen würde, wäre es in ausreichender Stückzahl vorhanden, um alle Vorbestellungen bedienen zu können? Oder war es gar etwas vollkommen anderes?
Nach Stunden meldete sich das Sprachrohr des Unternehmens zurück, mit den Worten: “Jetzt habt doch mal ein wenig Geduld!
” Ein Kommentar bar jeden Fingerspitzengefühls. Offenbar dämmerte das dem Betreiber der Fanseite auch, denn nach einigen Stunden und einigen empörten Kommentaren war der Satz gelöscht. Unnötig zu sagen, dass die gesamte ach-so-spannende Aktion nicht unbedingt dafür sorgte, dass die Loyalität der Facebook-Fans anstieg.
Auf Facebook in wenig zu teasern und nur einen Teil der Informationen herauszugeben, sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf die Dinge, die kommen, ist nicht generell schlecht, im Gegenteil. Aber man sollte doch bitte darauf achten, dass die Fans etwas mit den Aussagen anfangen können! Schwammige Ankündigungen, die keinerlei belastbare Fakten enthalten und nur via “Ätschibätsch, ich weiß mehr als du!” die Distanz zwischen Unternehmen und KonsumentIn betonen, sind pures Gift! Niemand verhungert gern am ausgestreckten Arm. Und Facebook-Fan ist man nicht auf Lebenszeit…

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3. UserInnen für dumm verkaufen
“Liebe Kollegen und Kolleginnen, seid ihr auf Facebook? Dann teilt all euren Freunden mit, wie toll [Produkt] ist!” Das gibt’s nicht? Gibt es doch. Traurig, nicht wahr?
Fan des eigenen Unternehmens zu sein ist vollkommen in Ordnung. Wer seinen Job liebt und auch nach Feierabend etwas für den Fortbestand seines Arbeitsplatzes tun möchte, darf gern auf den Like-Knopf drücken. Aber es besteht ein feiner Unterschied dazwischen, Fan eines Unternehmens zu sein und User dazu aufzufordern, sich als willenloses Werbesprachrohr zu produzieren.
Ebenso daneben, und ebenso häufig sind Aufforderungen an die Fans, sich als Werbebanner nutzen zu lassen: “So, jetzt teilt alle alle brav unsere Fanseite, dann gibt es demnächst auch mal Gewinnspiele!” Wie charmant! Nein, so gewinnt man keine Facebook-Fans. So verliert man sie. KonsumentInnen kommen nicht auf die Facebook-Seite, um als lebende Plakatwand missbraucht zu werden! Sie erhoffen sich einen heißen Draht zu den MacherInnen eines Produkts oder den AnbieterInnen einer Dienstleistung. Sie wünschen sich, teilzuhaben an den neuesten Entwicklungen. Sie möchten unaufdringlich über die neuesten Angebote und Aktionen informiert werden. Und die Bedürfnisse und Wünsche der eigenen Fans sollte man achten!

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2. Werbung machen
Facebook-Werbung à la “Kauft, Leute, kauft!” ist nicht nur ärgerlich für die Fans – es ist auch eine komplette Potenzialverschwendung. Werbung, die einseitig funktioniert, die unintelligent einfach auf die breite Masse zielt und hofft, dass da schon die eigene Zielgruppe iiiiiirgendwo dabei ist, hat auf Facebook nichts verloren. Das uralte Sender-Empfänger-Modell, das keinen Raum für Feedback, für Interaktion und Empfehlungen lässt, trifft maximal auf Bannerwerbung anno 1996 zu. Auf Facebook gewinnt man mit einer derartigen Einstellung keinen Pfifferling.
Wenn wir ehrlich sind, will doch kein Mensch einfallslose, aggressive, marktschreierische Werbung sehen. Und Facebook ermöglicht endlich die echte Kommunikation mit seiner Zielgruppe. Und zwar nicht mit einer nach einem fancy Modell definierten Zielgruppe, ausgewählt nach Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen, Wohnort und vielleicht noch einem chicen, der Psychologie entlehnten Persönlichkeitsfaktor. Nein, auf Facebook lässt sich nicht definieren, wer die eigene Marke, das eigene Unternehmen gefälligst gut zu finden hat. Auf Facebook dürfen KonsumentInnen selbst entscheiden, wo sie “Gefällt mir!” klicken – und wo nicht.
Die sich hier bietenden bidirektionalen Kommunikationsmöglichkeiten sollte man nutzen! Ein bisschen darf man sich anstrengen und sich überlegen: “Was wollen diese Leute eigentlich von unserer Unternehmensseite auf Facebook?” Oder – welch revolutionärer Gedanke! – man könnte sie auch einfach mal fragen. Vielleicht möchten z.B. die Fans einer Fair-Trade-Kaffeemarke gerne mehr Informationen darüber erhalten, wie genau den Kaffeebauern geholfen wird, während Fans von Starbucks lieber bei der Entwicklung von neuen, ausgefallenen Produkten mitwirken möchten.

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1. Keine Facebook-Seite haben
Keine Facebook-Seite zu haben bedeutet, Chancen zu verschenken. Empfehlungen von Freunden wiegen schwerer als x-beliebige Werbung. Und gerade kleine Unternehmen profitieren enorm von einem guten Facebook-Auftritt. Denn die Bereitschaft, seinen wirklich guten Frisör-Geheimtipp, seine tolle Steuerberaterin oder das großartige Independent-Modegeschäft von gegenüber weiterzuempfehlen, ist um einiges größer, als etablierte Unternehmen zu bewerben.
Wenn schon eine Unternehmenshomepage existiert, ist der Schritt zu einem Auftritt auf Facebook mehr als sinnvoll. Denn so kann die Seite effizient im Netzwerk geteilt werden. So entsteht schnell ein verzweigtes Empfehlungsnetzwerk, von dem beide Seiten etwas haben.